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Mestre Museu BH, Vol.2 "Menino Pé no Chao


Instrumente

 

Beschreibungen aus "Capoeira - Ursprung und Musik" von Samirah Al - Amrie

 

Berimbau

Das Wort “Berimbau” hat im Brasilianischen drei Bedeutungen: die Maultrommel, den Mundbogen (Berimbau de boca; Mundberimbau) und eben den Musikbogen, die eigentliche Capoeira- Berimbau. Es wird im Unterschied zur Mundberimbau auch Berimbau de barriga (Bauchberimbau) genannt.
Das Instrument besteht aus einem biegsamen, aber widerstandfähigen Stock des Acrá-, Gabiroba- oder Beribábaumes. Als Saite dient ein Stahldraht (arame de aço), der sich in den verbranneten Resten eines Autoreifens findet. An den nun gespannten Stock wird die Kalebasse (Cabaça), ein ausgehölter Kübis mit einer Schnur fixiert. Sie dient als Klangkörper und weisst mit ihrer offenen Seite an den Bauch des Interpreten. Indem man die Höhe der Kalebasse am Stab verstellt, verändert man auch die Spannung der Stahlseite und somit die Tonhöhe des Instrumentes. Man kann das Instrument also mehr oder weniger stimmen. Mit einem etwa 30cm langen Holzstab, der Baqueta, schlägt man die Saite an und mit einem flachen Stein oder einer Münze verändert man die Tonhöhe durch Druck auf den Draht oder man erzeugt einen Schepperton, indem man nur sehr leichten Druck ausübt. In der Anschlaghand hält man neben der Baqueta auch noch das Caxixi, eine kleine Gefäßrassel, die den Rhythmus betont.Es gibt in der Capoeira drei verschiedene Berimbaus:
Die Viola ist die Berimbau mit der kleinsten Kalebasse. Sie erzeugt den höchsten Ton.
Das Médio ist eine Berimbau mit einer mittelgroße Kalebasse.
Die Gunga. Sie klingt am tiefsten und hat den größten Klangkörper.

 

Pandeiro

Das Pandeiro kommt aus Asien. Die Portugiesen benutzten es in Portugal und in Brasilien während Prozessionen. Später wurde es bei verschiedenen Musik - „Märschen“ gespielt. 
Bei Mestre Bimba  wurde das Pandiero mit einer sich zusammenziehender Boahaut umspannt und über den Flammen brennender Zeitungen gestimmt.

 

Agogô


Das Agogô ist ein Nachkomme der Doppelglocke aus Großzimbawe aus dem 14. Jh. Oder eine Miniaturausgabe der sehr großen Doppelglocke „Tátúm“ aus dem Kongo. Sie ist in Quarten gestimmt und wird mit einem Metallstab gespielt. Im Spiel bildet sie den Kontrapunkt zur Berimbau oder zur Atabaque. Außer in der Capoeira findet sie auch in der populären brasilianischen Musik Verwendung. Wie auch die Atabaque gehört sie zu den typischen Instrumenten religiöser Zeremonien.

 

Atabaque

Die Atabaque ist eine Trommel afro-brasilianischen Ursprungs, die traditionell zu Ritualen des Candomblés und Macumbas gebraucht wurde. In der Capoeira wird es mit den Händen gespielt und begleitet die Berimbau um den Rhythmus des Spieles vorzugeben. Sie ähnelt der cubanischen Conga, ist aber aus schmaleren Holzstücken gefertigt. DerTierhaut, der Bespannung, wird im Gegensatz zur Conga das Fell belassen. Man spielt sie auch in der Samba de roda.